Archiv der Kategorie: Lybien

„Sie werden es nicht wagen, irgendwelche Verträge zu ändern“

Wüste bei Sirte | © Space & Light/Flickr

von: Ralf Heß

Die libysche Bevölkerung und der Rest der Welt plagt derzeit noch die große Frage, wo der ehemalige Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi steckt. Unterdessen sind die Führer der Anti-Gaddafi-Allianz schon deutlich weiter. Hinter den Fassaden haben bereits die ersten Verhandlungen begonnen, wie jetzt die reichen Ölvorkommen aufgeteilt werden sollen.

Nicht nur zwischen den libyschen Stämmen geht dabei die Sorge um, einen zu kleinen Anteil an der Beute zu erhalten. Auch die Alliierten der Libyschen Nationalen Befreiungsarmee, Frankreich, Großbritannien und Italien wollen sich ihren Anteil an den reichlich vorhandenen Ölvorkommen sichern. Nie weit weg, wenn es was zu holen gibt, folgen China und Deutschland. Denn auch wenn sich diese beiden Staaten während der Kämpfe sehr zurückhaltend verhalten haben und sich insbesondere die Enthaltung der Deutschen im UN-Sicherheitsrat in der jetzigen Situation als äußerst kontraproduktiv erwiesen hat, wollen beiden selbstverständlich nicht leer ausgehen.

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Eingeordnet unter Außenpolitik, Erdgas, Lybien, Rohstoffe, Wirtschaft

Jetzt muss die NATO die Schuld übernehmen

von: Ralf Heß

Die Erfolglosigkeit in Libyen zeigt ihre ersten Spuren. Frankreich und Großbritannien verlieren ihre Lust an der Befreiung des libyschen Volkes. In den vergangenen Tagen und Wochen haben die Flugzeuge der beiden europäischen Großmächte immer wieder Angriffe auf die Truppen des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi geflogen. Nun zeigt sich jedoch, ohne den Einsatz von Bodentruppen oder einer massiven Aufrüstung der Rebellen, wird der Aufstand kaum erfolgreich sein.

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Eingeordnet unter Außenpolitik, Lybien

Die Unterstützung der libyschen Rebellen wird immer mehr zum Problem

von: Ralf Heß

Die Meldungen, die derzeit aus Libyen kommen klingen nicht gerade ermutigend. Die Rebellen verlieren immer mehr an Boden. Derzeit werden sie immer weiter zurückgedrängt. Auch die Meldungen aus den USA lassen aufhorchen. Was zunächst eher wie ein Aprilscherz klang, scheint doch die bittere Wahrheit für die Gegner Gaddafis zu sein. Die USA wollen sich nicht weiter an den Kampfeinsätzen beteiligen. In der Zukunft wollen sie sich auf eine rein unterstützende Rolle zurückziehen. US-Verteidigungsminister Robert Gates sprach sich in einer Anhörung vor dem Kongress in Washington auch dafür aus, dass die USA ihre Beziehungen zu den Rebellen vorerst nicht weiter ausbauen.

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Libyen und die 50% Chance

von: Ralf Heß

Die Front gegen Gaddafi gibt ein jämmerliches Bild ab. Gegen den libyschen Diktator scheint es keine Einigkeit zu geben. Frankreich und Großbritannien versuchen mit aller Kraft die politischen Verhältnisse in Nordafrika verändern zu wollen. Die Vereinigten Staaten schwimmen unmotiviert mit und lassen keine Möglichkeit aus, zu betonen, dass sie bei nächster Gelegenheit die Führung des Krieges an irgend jemand anderes abgeben möchten. Daneben steht Deutschland und betont lautstark, dass es den Angriff befürwortet, unternimmt jedoch nichts wesentliches zu seinem Gelingen. Zu all dem kommt hinzu, dass für viele Regierungen derzeit völlig unklar ist, ob es nicht möglicherweise besser wäre, das Kommando an die NATO zu übergeben. Wenn es um Libyen geht, hat kein Staat eine klare Strategie. Denn bei jeder Position gibt es immer eine 50% Chance auf eine Niederlage. Und genau darin liegt das Problem.

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Libyen bricht auseinander und stellt den Westen damit vor große Probleme

Von: Ralf Heß

Viel wird derzeit über eine militärische Intervention in Libyen diskutiert. Die bürgerkriegsähnliche Situation im Osten des Landes, scheint ein solches Vorgehen durchaus nahezulegen. Dabei war der libysche Diktator in der Vergangenheit nie besonders zimperlich, wenn es darum ging seine Macht auszubauen oder zu festigen. Muammar al-Gaddafi hat in seiner Zeit als Herrscher Libyens bei seinem Verhältnis mit dem Westen Höhen und Tiefen erlebt. Er wurde hofiert und geächtet, und anschließend, nach seiner Abwendung vom Terrorismus, wieder in den Freundeskreis westlicher Politiker aufgenommen. Das Verhältnis des Westens gegenüber Gaddafi war nie bestimmt durch seine Umgehensweise mit der libyschen Bevölkerung. Vielmehr spielten darin immer handfeste politische und wirtschaftliche Überlegungen die zentrale Rolle. Weiterlesen

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