Die Baden-Württemberger im grünen Rausch

Windmühlenspargel im Schwarzwald

von: Ralf Heß

In Baden-Württemberg wird sich jetzt alles ändern. Denn die Grünen haben die Regierung übernommen. Der Schwarzwald wird bald aussehen, wie ein Windmühlen-Spargelacker und die altehrwürdigen Gymnasien werden ersetzt, durch eine alles gleichmachende Gesamtschule. Mit aller ihm zur Verfügung stehenden Macht hatte sich der bisherige CDU-Ministerpräsident, Stefan Mappus, gegen die drohende grüne Machtübernahme in Stuttgart gewehrt und den Bürgern zwischen Ulm und Lörrach versucht klar zu machen, dass eine Machtübernahme durch die grünen Revoluzzer für Baden-Württemberg nur eines, nämlich den Untergang bedeuten könne. Jetzt hat das Wahlvolk gesprochen und offensichtlich hatte es grüne Petersilie in den CDU-Ohren.

Konservative Kommentatoren sind derweil entsetzt. Jan Fleischhauer, Kolumnist beim Spiegel (Der Schwarze Kanal) sieht daher nun folgerichtig das nahende Ende für das (einstige) Musterländle Baden-Württemberg heraufziehen. Nun werde im Daimler-Land dem Fahrrad der Vorzug vor dem Auto gegeben. Die Gefahr für die schwäbischen Autobauer liegt dabei auf der Hand. Und weiter schreibt Fleischhauer, dass unter der neuen Regierung nun alle Schulbücher überarbeitet werden müssten, damit nun auch die „Regenbogenfamilie“ ihren angemessenen Platz im Unterricht finden könne. Wenn alles ganz Dick kommt, werden bald alle Kinder türkischer Einwanderer mit schwäbischen Akzent sprechen und, wie Cem Özdemir, behaupten, sie wären Anatolen von der Alb.

Winfried Kretschmann heißt der Mann, der dies alles angezettelt hat. Sicherlich werden bald Fotos auftauchen, die zeigen, wie er in einem wilden Straßenkampf auf Polizisten einprügelt. Denn Personen, wie er, neigen zu unkontrollierten Gewaltausbrüchen. Er ist ein Mann mit radikalem Hintergrund. Seine terroristische Grundausbildung hat er im Schützenverein des kleinen württembergischen Ortes Laiz und dem schwäbischen Alpenverein erhalten. Auch seine ideologische Ausbildung kann sich sehen lassen. Er ist bekennender Katholik und sogar Mitglied im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK). Ein allseits bekannter Hort religiösen Fundamentalismus.

Auch bei den Grünen selbst war daher die Angst wohl groß vor seinem politischen Radikalismus. Denn viel wurde in der Partei im Vorfeld der Wahl über den Spitzenkandidaten gemunkelt. Ein Hang zu Unvorstellbarem solle er haben. Seine politischen Sichtweisen seinen bisweilen nur schwierig, wenn nicht sogar gar überhaupt nicht mit grünen Grundüberzeugungen zu vereinbaren. Nicht grundlos hat man ihm daher ein Team an die Seite gestellt, das seine extremen Positionen ausbalancieren sollte. Positionen, die so radikal sind, dass selbst grüne Revoluzzer dafür nicht zu haben waren. Denn klammheimlich, solle er über eine schwarz-grüne Koalition nachgedacht haben. So musste er sich den Vorwurf gefallen lassen, er gehen zu sehr auf die andere, die konservative Seite zu. Insgesamt habe er sogar ein gestörtes Verhältnis zum grünen Fundi-Flügel. Nun hat das Wahlergebnis seinen möglicherweise vorhandenen Horrorideen gottlob eine Ende gesetzt und es wird wohl doch nur eine Grün-Rote-Revolution.

Alles andere hätte auch tatsächlich das Ende des Abendlandes bedeutet. Zumindest des progressiv-grünen Abendlandes. Denn dann wäre auch für den Letzten grünen Idealisten offensichtlich geworden, dass die ehemals dauerstrickenden grünen Parlamentarier, bereits seit längerem nicht mehr in Baumhäusern leben, die zum Schutz der Schwarzwaldtanne errichteten wurden. Sondern viel mehr ein mehr oder weniger großes Häuschen in den mittleren oder höheren Lagen um Stuttgart und Freiburg bezogen haben.

Die Oppositionsarbeit der CDU wird dadurch sicherlich nicht leichter. Denn politische Positionen zu bekämpfen, nur weil sie von der falschen Partei vertreten werden, obwohl es doch eigentlich die eigenen Positionen wären, ist immer irgendwie amüsant für den Zuschauer. Ob Baden-Württemberg dagegen nun seinen wirtschaftlichen und finanziellen Niedergang erleben wird, ist eher fraglich. Denn außer, dass der schwäbische CDU-Filz, die sogenannte Maultaschen-Connection, nun einen herben Dämpfer erlitten hat, wird sich wohl wenig verändern. Trotz allem, als Geburts-Baden-Württemberger, mit distanziertem Blick aus der norddeutschen Tiefebene, muss ich sagen: I häds jo ned denk, ass i des ämol no erläbe därf.

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Baden-Württemberg, Die Grünen, Winfried Kretschmann

Eine Antwort zu “Die Baden-Württemberger im grünen Rausch

  1. Rainer Wieland

    1ein%der Wüstenoberfläche genügt um genug Energie für alle herzustellen -die Haftungsfrage ist so auch ge KLÄRT.Dem Necar Wasserstoff prototyp99.4 steht so nix mehr im Weg

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